Einsatzgebiete

mobiolab™ Spezifikationen

April 14, 2020

Mobile Molecular Biology Laboratory

Sichere Probenentnahme, (Prä-)Analytik und modernste qPCR-Technologie, vereint in einem modularen System:  Molekularbiologische Analysen von z.B. SARS-CoV2 Viruslast oder Antikörpernachweise in kürzester Zeit bei hochstandardisiertem Workflow.

Das mobiolab™ ist das Resultat intensiver Zusammenarbeit von Experten im Bau containerbasierter Einrichtungen und im Betrieb molekularbiologischer Labore. Das mobiolab™ stellt ein voll funktionsfähiges, nach BioStoffV Sicherheitsstufe 2 operierendes Labor dar.

In Deutschland entwickelt- weltweit einsatzbereit.

Dank des ISO-zertifizierten Designs ist das mobiolab™ weltweit flexibel und standardisiert transportabel. Das optionale Photovoltaik-Modul ermöglicht autonomen "off-grid" Betrieb ohne Stromanschluss und sichert die Kühlkette während eines Transportes.

Biomonitoring:
Kontaminationen in Echtzeit erfassen

Die regelmäßige Überprüfung von Oberflächen an Arbeitsplätzen, Medizinprodukten oder anderen Gegenständen auf Kontaminationen mit SARS-CoV-2 Viruslast lässt Infektionen oder Kontaminationen frühzeitig erkennen. Unsere hochsensitive PCR-Analytik schützt damit Kunden, Arbeitnehmer und sichert Produktionsausfälle
Das mobiolab™ kann Ergebnisse aus dem Umweltmonitoring / Biomonitoring in < 45 Minuten liefern

Auch in abgelegenen Gebieten ohne Infrastruktur ein voll funktionstüchtiges Labor

Angelehnt an den internationalen Seecontainer-Standard kann der Transport, nach Anbringen von Transportsicherungen, zum Beispiel kosteneffizient auf der Straße, der Schiene oder auch auf dem Schiff transportiert werden. Für internationale Seetransporte sind aufgrund der spezielle Ausstattung (Fenster, Türen) jedoch spezielle Stellplätze auf den Schiffen zu buchen. Die Verladung kann mit Standard-Kran, Selbstlade-LKW oder auch per Gabelstapler erfolgen. Somit kann ein mobiolab™ problemlos auch in Gegenden gebracht werden, in welchen es bislang keinerlei Test- & Laborinfrastruktur gibt, bsp. in Ländern Afrikas.

mobiolab betriebsbereit mittels Solarkollektoren & Blei-Akkus

Im Rahmen diagnostischer Analysen, z.B. Nachweis von SARS-CoV-2 Erregern in humanem Probenmaterial ist die korrekte Einordnung der Erreger in Verbindung des Materials (z.B. vermehrungsfähig) und der Tätigkeiten maßgeblich für die Zuordnung einer Schutzstufe. Im Falle von molekularbiologischen (!) SARS-CoV-2 Analysen ist bspw. nach Einschätzung der WHO die Schutzstufe 2 zutreffend. Das mobiolab ist entsprechend mit den erforderlichen Voraussetzungen gem. TRBA-100, TRBA-250, BioStoffV ausgestattet. Insbesondere ist eine zertifizierte und nach Installation als betriebsbereit abgenommene, geprüfte biologische Sicherheitswerkbank integriert. Diese dient in erster Linie dem Personenschutz. Unter der Sicherheitswerkbank können potenziell infektiöse Proben unter Beachtung hygienischer Techniken geöffnet und weiterverarbeitet sowie der Entsorgung zugeführt werden.

Das mobiolab stellt insbesondere state-of-the-art realtime PCR-Messungen vor Ort zur Verfügung. Damit stellt dieses Verfahren, welches auch symptomfreie Träger identifizieren oder gar Samples aus Umweltanalysen / Abstrichen von Materialien etc. nachweisen kann, das sensitivste und "beste", wenngleich bislang wenigen, stationären Laboren vorbehaltene Testverfahren dar. Weiterhin können auch Untersuchungen von Antikörpertitern durchgeführt werden, da die für das Probenhandling erforderliche Infrastruktur vorhanden ist.

Nach Aufbereitung der Probe, welche je nach Verfahren zwischen 5 min. und ca. einer Stunde betragen kann, erfolgt eine einschrittige quantitative RT-PCR-Reaktion, welche je nach verwendeter Chemie zwischen einer knappen halben Stunde und maximal einer Stunde dauert. Klar positive Befunde können hingegen häufig bereits nach 15 Minuten identifiziert werden (abhängig von der Viruslast).

Kein Zeitverlust durch Transport von Proben

Aufgrund der Mobilität kann die Probe direkt nach der Entnahme in die Analytik gehen. Dieser Vorteil ist hinsichtlich des tendenziell instabilen Erbguts des Virus von zentraler Bedeutung - und ermöglicht im Ermessen des Untersuchers zudem den Einsatz noch schnellerer RNA-Extraktionsverfahren, da auf lange Transportwege und präanalytische Wartezeiten verzichtet werden kann.

Erhebliche Kosteneinsparungen gegenüber herkömmlichen Laboratorien

Die molekularbiologische Analytik muss - und sollte in Krisenzeiten auch nicht teuer sein! Kommt bspw. ein von uns empfohlenes, von der WHO, dem US-amerikanischem CDC oder auch das an der Charité ursprünglich entwickelte Protokoll zum Einsatz, so können die Materialkosten für eine Screeninguntersuchung auf deutlich unter 5 Euro pro Testung reduziert werden. Bei einem Probenaufkommen von nur 500 Proben pro Tag können somit potentiell 500 * 95 EUR = 47.500 EUR täglich eingespart werden.

Sichere Probeentnahme

Das mobiolab verfügt über einen "Sample-Drawer", eine Schublade wie an Bankschaltern oder Nachtschaltern an Tankstellen verwendet. Hierüber erfolgt der sichere, aerosolgeschützte Austausch von Proben. Die Zuordnung von Probe zu Spender erfolgt hierbei über das eigene mobiolab Lab-Management System, welches mittels zu scannendem QR-Code am Schalter optionale anamnestische Daten abfragt sowie die Probengefäße (wahlweise auch über QR-Code getagged) mit dem Spender digital zusammenführt. Abgegebene Proben werden im Workflow des Mobio-Lab intern für die Präanalytik und die PCR-Analytik eingeblendet und stehen zur korrekten Bestückung der Geräte digital bereit.

Mehr als 7000 Proben/Tag je mobiolab möglich

Die fluoreszenzbasierte qRT-PCR erlaubt eine Quantifizierung der RNA-Menge und gilt als Goldstandard unter den Testverfahren. Nach kurzer Probenvorbereitung liefert sie innerhalb einer Stunde das Ergebnis. Damit bietet die eine einzelne mobiolab Laboreinheit je nach Ausstattungsvariante und Testverfahren die Kapazität zwischen ca. 1.500 und ca. 7.000 Proben pro Tag zu analysieren.